Das L/C-Glied

Das L-Glied wird mit Relais geschaltet und ist binär gestaffelt. Die Gesamtinduktivität beträgt 32uH. Der kleinste Abstimmschritt ist 0,125uH.

Das gesamte L-Glied habe ich auf 2 Platinen 160x100mm untergebracht. Zusätzlich haben die 4 Relais für die L/C Variantenumschaltung Platz gefunden. Ich habe wie im Christiankoppler pro Induktvität zwei 16A Relaiskontakte in Reihe geschaltet. Ich konnte damit meine vorrätigen 12V Relais verbauen. Der Tuner wird mit 24V betrieben. Zwei 12V Relais in Reihe lassen sich gut mit 24V schalten.

    Folgende L/C-Varianten sind möglich

  • Nur L ohne C
  • L/C als Tiefpass. Transformation |Z| größer 50Ohm
  • L/C als Tiefpass. Transformation |Z| kleiner 50Ohm
  • L/C als Hochpass. Transformation |Z| größer 50Ohm
  • L/C als Hochpass. Transformation |Z| kleiner 50Ohm
  • Nur C ohne L

Im Bild die beiden großen Induktivitäten 16uH und 8uH auf einer extra Platine. Ich habe die Winklung mit Heißkleber festgelegt. Besser wäre 2 Komponentenkleber zu verwenden, wegen der eventuellen Wärmeentwicklung.

Die Verbindung der beiden Platinen erfolgt mit Messingschienen, die von oben mit M3 verschraubt sind. Damit erreicht man auch eine mechanische Stabilität. Bei meinen Versuchen hat sich gezeigt, daß die Messingschienen mit den Leiterzügen auf der Platine verlötet werden müssen. Auf diesem Bild ist das noch nicht der Fall. Bei meinen Versuchen hat sich gezeigt, daß ab etwa 200 Watt undefinierte Impedanzen durch die schlechte Kontaktgabe zwischen Messing und Platine entstehen.


Das C-Glied wird aus einer Kombination von einem 4kV-Spiltdrehkondesator (Schubert) und zuschaltbaren Kapazitäten gebildet. Insgesamt kommen wir auf eine Kapazität von etwa 850pF.

Hier ist der Drehkondensator zu sehen. Er hat eine Gesamtkapazität von 140pF. Die Einstellung des Drekos erfolgt mit einem Schrittmotor. Ich habe einen Schrittmotor mit 1,8Grad pro Schritt verwendet. Die 180Grad Drehwinkel werden mit 100 Schritten abgefahren. Das ergibt 1,4pF pro Schritt. Die Messingscheibe mit einem kleinen Schitz zwischen Dreko und Schrittmotor ist zur die Erkennung der 0-Position nach Power-ON.

Auf der Zusatzplatine für die Kapazitätszuschaltung befinden sich in Kombination 100pF, 200pF und 400pF die mit Relais parallel zum Drehko geschaltet werden können. Ich habe die Platine noch einmal geändert und ein 4. Relais installiert. Dieses Relais schaltet bei sehr kleinen benötigten Kapazitäten 50pF in Reihe zum Drehkondensator. Somit sinkt die Gesamtkapazität des Drekos von 140pF auf etwa 37pF. Das ergibt 0,37pF pro Schritt des Schrittmotores. Es hat sich gezeigt, daß auf den hohen Bänder somit ein feineres Abstimmen möglich wird.

Es ergeben sich folgen Wertebereich bei der Abstimmung des L/C-Gliedes.

    Wertebereich des L-Gliedes

  • 0 bis 255 entsprechen 0 bis 31,875uH. Pro Schritt 0,125uH.

    Wertebereich des C-Gliedes

  • 0 bis 99 entsprechen 0 bis 37pF. 0,37pF pro Einzelschritt.
  • 100 bis 199 entsprechen 0 bis 140pF. 1,4pF pro Einzelschritt.
  • 200 bis 299 entsprechen 100 bis 240pF. 1,4pF pro Einzelschritt.
  • 300 bis 399 entsprechen 200 bis 340pF. 1,4pF pro Einzelschritt.
  • 400 bis 499 entsprechen 300 bis 440pF. 1,4pF pro Einzelschritt.
  • 500 bis 599 entsprechen 400 bis 540pF. 1,4pF pro Einzelschritt.
  • 600 bis 699 entsprechen 500 bis 640pF. 1,4pF pro Einzelschritt.
  • 700 bis 799 entsprechen 600 bis 740pF. 1,4pF pro Einzelschritt.
  • 800 bis 899 entsprechen 700 bis 840pF. 1,4pF pro Einzelschritt.

Man könnte eventuell die Überlappungsbereiche der Kapazität verringern. Damit würde sich das Abstimmen fließender gestalten. Als Beispiel: es wird vom Wert 299 (240pF) ein Schritt höher geschaltet, es kommt als nächstes die 300 (mit 200pF). Also ist im Übergangsbereich die Kapazität wieder geringer und steigt dann wieder an. Das irritiert beim Abstimmen etwas.


Schaltbilder und Leiterplatten

l_glied_1_schaltung.pdf Schaltbild des L-Gliedes Platine 1

l_glied_1_best.pdf Bestückung des L-Gliedes Platine 1

l_glied_1_lp_bottom.pdf Platine Einseitig Unterseite des L-Gliedes Platine 1

l_glied_2_schaltung.pdf Schaltbild des L-Gliedes Platine 2

l_glied_2_best.pdf Bestückung des L-Gliedes Platine 2

l_glied_2_lp_bottom.pdf Platine Einseitig Unterseite des L-Gliedes Platine 2

lichtschranke_schaltbild.pdf Schaltbild der Lichtschranke für die 0-Positionserkennung des Schrittmotors

l_glied_zusatz_lichtschranke_best.pdf Bestückung der Zusatzplatine des L-Gliedes und der Lichtschranke

l_glied_zusatz_lichtschranke_lp_bottom.pdf Platine Einseitig Unterseite des L-Gliedes und der Lichtschranke

c_glied_schaltung.pdf Schaltbild des C-Gliedes

c_glied_best.pdf Bestückung des C-Gliedes

c_glied_lp_bottom.pdf Platine Einseitig Unterseite des C-Gliedes


Die Materiallisten der Platinen. Diese Listen habe ich aus Eagle generiert.

l_glied_1_bauteile.bom

l_glied_1_werte.bom

l_glied_2_bauteile.bom

l_glied_2_werte.bom

c_glied_bauteile.bom

c_glied_werte.bom

Die Kondensatoren sind FKP-1-2000 von Reichelt. Besser sind natürlich Glimmerkondensatoren mit entsprechender Spannungsfestigkeit.

lichtschranke_bauteile.bom

lichtschranke_werte.bom

Alle Steckverbindungen der Kabel sind von Reichelt PSS 254 mit der entsprechenden Polzahl. Die Kupplungsleergehäuse PSK 254 nicht vergessen und die PSK-Kontakte.


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